Die integrierte Gesamtmaßnahme geht auf eine Kooperationsvereinbarung des Landkreises Oberhavel, der Stadt Hennigsdorf und der co:bios Stiftung aus dem Jahr 2016 zurück, deren Ziel die Errichtung eines neuen Biotechnologiezentrums im Innovationsforum Hennigsdorf war.

Hierzu heißt es in der Kooperationsvereinbarung u.a.

Der Landkreis Oberhavel ist mit dem Standort-Cluster Hennigsdorf ein herausragendes Beispiel der Ansiedlung der Life Science Branche in der Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg. Mit der Ansiedlung von bislang ca. 50 Firmen mit mehr als 750 Arbeitsplätzen ist es eines der erfolgreichsten Ansiedlungsbeispiele der Branche im Land Brandenburg.

Heute finden wir eine Unternehmensstruktur vor, die das Potenzial hat, weiter zu wachsen, neue Investoren an den Standort zu holen und in den Landkreis hineinzuwirken. Dazu bedarf es der weiteren Beförderung des Entwicklungsprozesses hin zu einer sich selbst tragenden nachhaltigen Clusterstruktur durch Einsatz weiterer systematischer Instrumente und Investitionen.“

Der Gedanke der Förderung der Life-Sciences in Oberhavel mit Schwerpunkt Hennigsdorf als Public Private Partnership wurde in den folgenden Jahren konsequent weiterverfolgt und um weitere Maßnahmen ergänzt. Hierzu zählen neben der Errichtung des BioTech-Campus die folgende Einzelmaßnahmen:

 

  1. Neubau BioTech Campus
  2. Aus-/ Umbau KreativWerk I & II
  3. Ertüchtigung Neuendorfstraße 18
  4. Etablierung eines regionalen Clustermanagements Life Sciences

 

Vorrangiges Ziel der einzelnen Projekte ist die Verdichtung der Ansiedlung und die Stärkung der Wertschöpfungsnetze und der selbsttragenden Standortstrukturen, u.a. um dem Mangel an geeigneten Räumlichkeiten für Expansionen und Neuansiedlungen entgegenzuwirken.

Im Zuge einer der Einzelmaßnahmen, sollen durch einen Neubau im Gewerbegebiet Süd Hennigsdorf, neue Ansiedlungsmöglichkeiten für Branchenunternehmen geschaffen und das Cluster Gesundheitswirtschaft am Standort weiter ausgebaut und erweitert werden.

Durch diese Erweiterung werden qualifizierte Laborstrukturen, Produktions-, Biotech- und Pharma-Logistikflächen, sowie eine Gemeinschaftsnutzung von Maschinen, Anlagen und Logistikdienstleistungen und -services ermöglicht, durch die das Biotech/Pharma-Logistikservicecenter ein Alleinstellungsmerkmal in der Region erreichen wird.

Ergänzend hierzu erfolgt die bedarfsgerechte, branchenspezifische Modernisierung bereits bestehender Flächen im Innovationsforum in Hennigsdorf, mit dem Ziel der kurzfristigen Bereitstellung von insgesamt 18.000 m² steuerbar vermietbarer Flächen für Unternehmen der Life-Science-Brache.

Neben dieser Erweiterung und Bündelung der Flächenangebote im Gewerbegebiet Süd, wird als weitere Einzelmaßnahme, durch die Ertüchtigung des alten Gymnasiums in Hennigsdorf als KreativWerk ein flexibel nutz- und mietbares Angebot an Gewerbeflächen für Start-Ups, sowie Coworking, Fab-Labs und Makerspace erschaffen. Komplettiert wird das KreativWerk durch seine Positionierung als soziokulturelles GründerInnen- und Gewerbezentrum und ein entsprechendes Dienstleistungs- und Beratungsangebot.

Die Vernetzung dieser Einzelmaßnahmen und damit das organisatorische Fundament wird durch die Etablierung eines regionalen Clustermanagement geschaffen.